Nr. 726-727 Rating Deutscher Autoversicherer

Der trübe November ist bald vorbei. Zehn Tage müssen wir diesen tristen Monat noch ertragen. Versicherungsvermittler, die auch das Autogeschäft betreiben, freuen sich besonders, wenn der Monat und damit der Hauptkündigungstermin vorbei sind. Seit Jahren verplempern sie Zeit und Provisionserträge damit, ihren Kunden Billigangebote zu schreiben, um ihn nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Doch die Zeit dieses Schwachsinns könnte sich dem Ende nähern. Die ersten Autoversicherer steigen aus dem Rabattgeschacher aus. Durch die Finanzkrise stehen für Cash-Flow-Underwriting nicht mehr genug Ausgleichserträge für versicherungstechnische Verluste zur Verfügung. Außerdem kann man es sich immer weniger leisten, durch zickige Schadenregulierung Kunden zu verlieren, die man durch den Verkauf von Versicherungsschutz unter Ein-standspreis vorher mühevoll halten wollte. Dieses Risiko gehen nur noch Hasardeure ein. Im Vertragsteil des Autoratings von map-report sind jedenfalls die Durchschnittsprämien wieder gestiegen. Manche Billigheimer zeigen gravierende Verluste bei gleichzeitig hohen Beschwerdequoten. Nur wenige Billigversicherer zeigen im Rating ihre Prozessquoten. Warum wohl..?

 

(Erschienen November 2009)