Nr. 728-729 LV-Deklarationen 2010

Mit 7,40 % haben die deutschen Lebensversicherer im Jahre 1995 die Guthaben ihrer Kunden verzinst. Interessiert hat es damals niemanden. Ebenso in den Folgejahren bis 2001, als immer noch die 7 vor dem Komma stand, fanden Deklarationsentscheidungen kaum Interesse. Die inzwischen zu beobachtende Hysterie um die aktuelle Guthabenverzinsung setzte eigentlich ein, als sich die Assekuranz an der Aktienbörse fast in die Pleite gezockt hatte und ihre üppigen Leistungen für die Kunden nicht mehr halten konnte. Schlechte Nachrichten zur Lebensversicherung verkaufen sich besser als Positivnachrichten. In der Diskussion um die Deklaration erleben wir nun eine kuriose Situation: Weil der erwartete Einbruch ausgeblieben ist, wurde eine Entwarnung vermeldet, die nun auch übertrieben ist. Unsere detaillierte Analyse zeigt: Für 2010 gibt es die schlechteste Deklaration seit Beginn unserer Aufzeichnungen im Jahre 1995. Die Auswirkungen in den Beispielrechnungen sind zum Teil heftig, die Versorgungsziele der Kunden noch schwerer zu erreichen. Doch dafür können die Lebensversicherer nichts. Die Politik ist gefordert, ein Marktumfeld zu gestalten, in der ausreichend hohe risikobereinigte Renditen zuverlässig erwirtschaftet werden können. Der neue map-report 728-729 „LV-Deklarationen 2010: Flaue Gewinne für die Kunden“ bringt auf über 90 Seiten die Deklarationen für die Produktgruppen KLV, Aufschubrente und Sofortrente, differenziert nach Rechnungszinssätzen, für über 60 Gesellschaften, unter ihnen zwei Langzeitschweiger. Dazu die passenden Beispielrechnungen auch für Risiko-LV und Risiko mit BUZ, so dass Vermittler und Verbraucher zu einen frühen Zeitpunkt des Jahres auch detaillierte anwendungsorientierte Informationen haben. Natürlich auch wieder die beliebte Tabelle „Deklarationen im Vergleich“ und erstmalig einen Überblick über Gesamtverzinsungen.

 

(Erschienen Januar 2010)